Arbeiten singend und putzen sich eben so gern, wie dieSchönen Bayonne's. Diese vorzüglich haben viel Ge-schmack an weisen Tüchern und eine besondere Vorliebezu bunten Farben in ihrer übrigen Kleidung. Die Vor-nehmen tragen eben so, wie ihre Spanischen Schwestern,einen Schleier, um ihre Reize gefallsüchtig zu verbergen.
Die Tambours schlugen am 13. Oktober den Ge-neralmarsch ziemlich frühe; allein unser Abmarsch verzö-gerte sich bis gegen 10 Uhr, da wir mehrere Stundenmit allerlei Fassungen zubrachten. Wir erhielten Brot,Fleisch, Lagergeräthschafccn, Kochgeschirr, frische Pa-tronen, vertauschten unsere nicht calibermäßigcn Kanonengegen Französische und verließen hierauf, wohl bepacktund gut ausgerüstet, die Stadt, die erwartungsvollunsern ersten Siegen entgegen harrte und den nahenFeind weit über ihre Grenzen zurück getrieben wünschte.
Der Weg führte uns mehrere Stunden lang zwi-schen sanft sich erhebenden Höhen fort bis zu dem an-wüthigen Städtchen
das malerisch zerstreut uns mit reifen Trauben entgegenlächelte. Wir aßen sie mit inniger Lust, diese erquickendeFrucht, die man uns fast umsonst reichte. Niedlicheweibliche Gestalten saßen die Straße entlang und botensie uns mit lieblich tönender Stimme und verführerischerGeberde an. Jetzt sah ich die himmelhohen Pyrenäenzum ersten Male in ihrer ganzen furchtbaren Majestätvor mir und rechts die unendliche Fläche des VizcayischenMeeres, an dessen Gestade Barken furchtsam schwammen.