Band 
Erster Theil.
Seite
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eiir Heer von 60,000 Mann zu überwinden. Dochviele überlebten diese Schmach nicht. Nach Vernichtungihrer Habe stürzten sie sich von dem ausgebrannten Germiiucr in den glimmenden Schutt, dem Feinde nurrauchende Trümmer hinterlassend. Die Nachwelt gedenktdieser freiheitliebenden Helden mit gerechter Bewun-derung *).

Und wahrend dieses Kampfes schickten die Römerin dem kurzen Zeitraume von 9 Jahren 4096 PfundGold und m,S42 Pfund Silber nach Italien ; dieBergwerke von Cartagena , worin 4v,ooo Menschenarbeiteten, lieferten ihnen (nach Strabo ) täglich 2 5,000Silbcrdrachmen. Aber auch von diesen Reichthümernabgesehen, war Spanien schon seiner Lage nach den Rö-mern zur Durchführung ihrer Handels - und Welcerobe-rnngsplane gleich unentbehrlich. Nach vielen Anstren-gungen , nach manchem Glückswcchsel gelang es daherendlich der Uebcrmacht und der Beharrlichkeit der Römer,

Hannibal und Scioio hielten die Tränier für ihre besten Soldaten, sowohl in Beziehung gut Tapferkeit, als auf eine besonders ante Disci-plin, Standhastigkeit war eine ihrer gröhlen Tugenden, RömischeSchriftsteller erzählen uns, dass man ihnen ihre Geheimnisse selbst durchdie Folter nicht abnöihigen konnte. Eben so handelten die heutigenSpanier; ste sangen noch Lieder, wenn das Beil des Henkers schon'über ihrem Korse schwebte. Richt minder hak ein hoher Grad vonMutb und Entschlossenheit die Frauen Svaniens immer ausgezeichnet.Sie machten steh einst in der Urzeit des Landes ein besonderes Geschäftdaraus, ihre Kinder über die Heldenthaten ihrer Vater zu belehren,mordeten auch wohl ihre eigene Leibesfrucht, wenn es daraus ankam,sie einem fremden Joche zu entziehen. In unsern Zeiten traten sieöfters in Reihe und Glied mit den kämvscnden Männern, wie uns dieGeschichte der Vertheidigung von Zaragoza »nd Tarragona zeigt, ausdie ich srätcr zurückkommen werde.