Band 
Erster Theil.
Seite
463
JPEG-Download
 

der Manch«. Lasalle und Milhaud mit ihren Reiter-divisionen nahmen ihre Richtung über Toledo und Tala-vera de la Revna auf der Straße nach Portugal , wohinihnen nach der am iZ. gehaltenen Musterung ein Theildes vierten Armeecorps folgte. Glänzend war diese Heer-schau. Auf den Ebenen vor dem Segovier Thore, eineViertelmeile von der Stadt, standen das vierte Corps,vier Polnische Regimenter Infanterie unter Valence , einestarke Division des eben über Quadalaxara ankommendenNey'schen Corps, das erste Westphülische Cheveauxlegers-rcgiment, und eine sehr beträchtliche Artillerie aufgestellt,bei welcher letzter» der Kaiser am längsten verweilte.Diese verschiedenen Corps bildeten zwei Treffen. DieManoeuvres folgten rasch auf einander; die zweite Linieschloß in DataillonSdistanz auf, und so marschirte manim Sturmschritte mit Divisionscolonnen ab. Lefebvremit den beiden Infanteriedivisionen Sebastiani und Va-lence und einer Dadischen, Holländischen und einer halbenFranzösischen Batterie zog sich gegen Talavera; die übri-gen Truppen wurden theils nach Madrid , theils in dessenNachbarschaft verlegt. Die Division Leval blieb vor derHand als Garnison in der Hauptstadt zurück, wo derpodagrakranke Fürst von Psenburg den Brigadebefehlüber die Regimenter Nassau und Baden übernahm. Wirhatten nicht vermuthet, daß wir über einen Monat Hier-bleiben sollten, wo ein so äußerst strenger und mühsamerDienst uns ohne Unterlaß beschäftigte. Aber die großenStreitkräfte, die der Feind in Spaniens Nordwestenentwickelt hatte, führten die Nothwendigkeit herbei, ihmmit gleicher Stärke zu begegnen. Daher zog der Kaiser