Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
216
JPEG-Download
 

216

der Gouverneur, ein eben so rechtschaffener als kluger undmuthbcgabter Mann, wies, obgleich nicht hinlänglichmit Lebensmittcln versehen und durch ein Blocadecorpsvon 20,000 Mann von Massena gänzlich getrennt, jede»Antrag der Art mit Spott zurück, zur hartnäckigsten Ge-genwehr fest entschlossen. Wichtig war, wie bereits er-wähnt, für der Franzosen etwa fernere Unternehmungengegen Portugal und zur Deckung Spanien's die Erhol-tauig Almeida'S. Massena bot daher unter der thätig-'sten Mitwirkung deS Herzogs von Istrien Alles auf, ei-nen hinlänglichen Vorrath von Nahrungsmitteln in Alt-castilien zusammenzubringen und der bedrängten Besa-tzung, die damit nur bis zum 25. Mai versehen war, zu-zuführen. In weniger denn Monatsfrist hatte man inmid uni Ciudad Nodrigo große Magazine aufgehäuft und,da eine Schlacht unvermeidlich schien, zu deren Weitcr-lbringung nach dem bedrohten Puncte, zugleich die ge-sammte Armee versammelt. Diese, nnn wieder ganz neugekleidet und durch einige frische Corps, besonders Artil-lerie und Cavallerie von der Kaisergarde, verstärkt,mochte 35,ooc> Mann zu Fuß nnd 5ooo zu Pferd betra-gen. Ungesäumt zog jetzt auch der Feind alle seine Streit-kräfte, die sich ohne die Spanische Miliz und die Insurrgentenhaufet, auf wenigftcns 45,000 Mann, meist Eng-länder, bclieftn, mit Ausnahme jener nach der Guadiana gesandten Trupp Zutheile, bei Almeida zusammen, eine»Flügel an die Agucda lehnend, den andern an die Coamit einer starken Vorhut gegen die Azava. Wellington selbst, um 1. Mai von dem Bercsford'schcn Corps ausSprmsch-Enrcmadnra zurückgekehrt, setzte sich an die