235
umringt, auf dem linken durch die Portugiesen untetzHamilton, an die sich zwei Tage darauf Pkto'ns Divi-sion anschloß. Derselbe Zustand der Vertheidigungsan-sialten, wie man ihn bei der ersten Belagerung gefun-den, bestimmte die Verbündeten abermals, auf SänChristobal ihren Hauptangriff zu richten. Am 29. eröff-neten sie die Laufgräben gegen dieses Fort, zur Täuschungder Gegner gleichzeitig einen Scheinangriff aufPardale-ras unternehmend. Die Arbeit rückte jedoch nur äußerstlangsam voran, weil General Philippen, des FeindesAbwesenheit benutzend, nicht nur dessen sämmtlicheWerke zerstört, sondern sogar nicht einmal die zürDeckung der Batterien nöthige Erde zur Stelle gelassenhatte. Dieser Mangel mußte daher durch Sand» undgroße Wolljacke, gespickte Würste und gefüllte Schanz«körbe nach Möglichkeit ersetzt werden. Daß Philippo'ndiese Arbeit gleich in ihrem Entstehen längs der ganzenAngriffsfronte durch ein »»gemein lebhaftes, wohlgeziel-tes Geschütz - und Flintenfeuer zu hindern strebte, be-darf keiner Versicherung. Dessen ungeachtet waren dieVerbündeten mit ihren auf diese außergewöhnliche Weiseerrichteten Batterien in der Nacht auf den 3. Junius znStande gekommen und eröffneten bereits Morgens ^5Uhr das Feuer, welches nach zwei Tagen einen Theildes Walls von Sän Christobal gangbar machte. Esward daher Befehl zum Sturm gegeben und derselbe nmMitternacht vom 6. auf den 7. von 180 Mann wirklichunternommen. Nicht mehr denn 75 Franzosen vertheildigten diese» Punct; allein mittelst nngemciner Thätig- 'keit hatten sie die Bresche durch Wegräumung des Schutts