Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
375
JPEG-Download
 

3 7 5

„10 Klafter von demHauVtwalle Ihrer Festung entfernt.„In wenigen Stunden können mehrere Breschen eröff-net seyn, und im allgemeinen Sturme werden sich dann„die Französischen Colonnen derselben bemächtigen. Er-warten Sie diesen furchtbaren Augenblick; so wird eS„nicht mehr in meine Gewalt gegeben seyn, die Wuth„der Soldaten aufzuhalten. Sie allein werden alsdann„vor Gott und Menschen die Uebel zn verantworten„haben, welche Valencia betreffen müssen. Der Wunsch,„den gänzlichen Untergang einer großen Stadt zn ver-„hüten, bestimmt mich, Ihnen eine ehrenvolle Capitus„lation anzubieten. Ich verspreche den Officiercn so„wie den Einwohnern Schulz ihres Eigenthums. Daß„die Religion, zu der wir uns bekennen, in Achtung„bleiben wird, bedarf wohl meiner Versicherung nicht.„In zwei Stunden erwarte ich Ihre Antwort und„grüße Sie mit größter Hochachtung.

Suchet."

Die Antwort hierauf war ihrem wörtlichen Inhaltenach folgende:

Valencia am 6. Januar 1812.

Herr General !

„Diesen Nachmittag habe ich Ew. Excellenz Zu-schrift erhalten. Vielleicht würde ich mich gestern„Vormittag durch Räumung der Stadt zu einer Aen-„derung der Stellung meiner Armee verstanden haben,„um von den Einwohnern die Schrecken cineS Bombar-dements abzuwenden. Allein die ersten 24 Stunden,„während welcher Ew. Excellenz es versucht, die Stadt„in Brand-zu stecken, haben mich erfahren lassen, wie