sechs Stunden fehlten zur Vollendung der Verthcidi-gungsfähigkeit dieses Werkes, indem die Gallerte deöSeitenfeuers beinahe beendigt war , und die vorwärtserrichtete, mit Schießscharten eingeschnittene Mauer ih-re Höhe bereits erreicht hatte. Um es gänzlich zu schlie-ßen, gebrach es noch an einigen Bohleu zur Verspcrruugdeö Raumes zwischen der Hohe der Mauer und demHimmel der Gallerie; die Flatterminen waren glacirt,die Verbindungsrohre fertig. Allein der Feind, durcheinen Spanischen UederKnifer, der hier gearbeitet, vondiesem Zustande benachrichtigt, beschleunigte seinen An-griff. Noch in derselben Nacht um zehn Uhr begannman, von ungewöhnlichem Dunkel begünstigt, die Aus-führung ; diese Lunettc, die bei gänzlicher Vollendungsolchen Versuch sonder Zweifel mit empfindlichem Ver-lust würde zurückgewiesen haben, ward jetzt mit Sturmgenommen.
Der hier commandirende Oberste Gaspard Thierryließ bei Annäherussg der Sturmcolonnen zum verabredderen Zeichen zwei Raketen steigen, worauf zu seinerUnterstützung das Gcschützfeuer des Platzes mit unge-meiner Heftigkeit zu wirken begann. Allein dadurchnicht abgeschreckt, drangen jene kühn und raschenSchrittes unter General Kempt gegen das Werk vor.Während ein zweimaliger Versuch, sich desselben durchLeiterersteigung zu bemächtigen, abgeschlagen ward, grif-fen andere Trappen die Kehle an und rissen die Schanz-pfähle nieder. Zur kräftigen Gegenwehr auf diesemPuncte glaubte Gaspard Thierry sein Parapet entblößenzu müssen. Dieses war in den Umständen eine verfehlte