Band 
Dritter und letzter Theil.
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die Straßen getrieben. Neue Gefahr drohet« ihnen hier.Die abgelegensten Winkel wurden gesucht, um sich vorder Wuth der Raub- und Mordlust zu verbergen. Um-sonst widerstrebten Frauen mit männlicher Kraft schänd-licher Entehrung, Mädchen von jedem Alter erlagen derviehischen Lustbegier der rohen Soldateska. Der Män-ner Bitten und Drohen, der Acltern Handeringen undFlehen ward mit Grausamkeit oder Spott erwiedert;ja, wer mag glauben, was das züchtige Wort anszu« 'drücken sich schämt — auf Müttern, z» Tode geschändet,entehrten die Unmenschen die Tochter! Selbst nicht derAltare Heiligkeit, wohin sich die Unschuld geflüchtet,gewährte dieser Schutz gegen die entfesselte Sinnlichkeit.Wer widerstand, ward fest gehalten oder an irgend ei-nen Gegenstand gebunden und nach gestillter Lustbegierder Menge des Todes Beute. Nicht die Stürmendenallein rangen um den Preis solcher Schändlichkeiten,aus den entfernten Lagern strömten die Truppen herbei,auf daß sie so denkwürdiger Thaten unsterblichen Ruhmmit den entmenschten Brudern theilten. Nichts halfender Alcalden dringendste Vorstellungen; der Plünderung,der Nothzucht, nicht einmal der Mordbrennern in be-freundeter Stadt konnten sie Einhalt thuir. Wie konnteman aber auch , ich will nicht sagen Mäßigung, sondernnur einige Menschlichkeit von den Scharen erwarten,da ihr Befehlshaber selbst des rohestcn Barbarismus ih-nen ein Muster »bar? Wird eS die Nachwelt glauben(die Mitwelt hat es gesehen), daß er, der als Befreierin eine verbündete Stadt einrückte, befehlen konnte, nach-dem nichts mehr z» plünder n übrig und der Raub, spä-