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Herrn Georgii von Welling opus mago-cabbalisticum et theosophicum : darinnen der Ursprung, Natur, Eigenschafften und Gebrauch, des Saltzes, Schwefels und Mercurii ...
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329
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VonderOffcnbahrung IEsu Christi rc.

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§. 57 . Ehe wir aber in diesem Lap. weiter gehen , müssen wir ein wenigmehr von dem Gleichnüß des Himmelreichs durch die zehen Jungfrauen mit ihrenLampen reden , weil dieses Gleichnüß allerdings hierher gehört- Es erforderte aberdasselbe, weil es voll sonderbarer Geheimnüffe ist, ein eigenes Buch ; welcheWeitläufigkeit sich aber nicht hieher schicken will ; dannenhero wir uns auch derKürtzeauffs möglichste befleissen, und nur dasjenige beybringen werden, so unsermVorhaben dienlich. Sagen demnach, daß Christus der HERR mit diesemGleichnüß auffdie letzte Zeit kurtz vor seiner Zukunfftgezichlet. Die Hochzeit deu-tet das isoo. Jährige Reich Christi L-rp. xx. Daß allhierfünff kluge und auchfünff thörichte Jungfraueir beschrieben werden , mahlet uns den allerletzten Zu-stand der Kirchen auffs vollkommenste ab. Und (i.) daß die Hclffte der Kirchevon wegen obengemeldter Bekehrung Israels und der Heyden, alsdcnn klug, d.i.rechtschaffene Gläubige und wahre Liebhaber Christi seyn werden; Die Helffte aberthöricht, d. i. die dem äussern Schein und der äussern Kirchen-^oclc nach , sogute Gläubige scheinen werden , als die Klugen. Ja sie werden sich in der Thatmit jenem Pharisäer Luc. xvm, rühmen können, v. n. O GOtt! ich danckedir, daß ich nicht bin wie andere Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oderauch wie dieser Zöllner, d. i- gemeine Sünder. Ich faste zweymahl in derWoche, und gebe den Zehenden von allem was ich habe. Summa, man wirdäusserlich nichts als lauter Heiligkeit in Worten und Wercken bey ihnen sehen,steissig Gebete lesen, singen, Kirchen gehen , die von der sichtbaren Kirche be-stirnte Zeiten zum Abendmahl kommen, und alles was sonsten zu dem äußerlichenSchein-Wesen gehörig,und was mit den steinernenKirchen von den Menschen nachund nach erfunden worden, fleißig mitmachen; und daher werden sie vor allen an-dern, welche in den Wercken des Fleisches leben, die von Paulo Gal.v. i?. er-jehlt werden , Jungfrauen genannt, weilen sie ihre Lampen mit der Gerechtigkeitaus den äussern Wercken gefallet, nicht aber mit der Gerechtigkeit aus dem Glau-ben durch die Liebe IEsu Christi. Wird also die Helffte zu der Zeit (darunteraber die rechte Antichrisiische Rotte nicht mit gerechnet) Rechtgläubige, die andereHelffte aber Scheinglaubige erfunden werden , die jedoch bey allem ihrem selbsterwehlten Wesen, sich es gleichfalls mit den Klugen werden angelegen seyn lassen,der Hochzeit des Lammes theilhafftig zu werden. Daher sagt Christus : Dieihre Lampen nahmen; nehmlich alle zehen, um zu der Hochzeit bereit zu seyn.

§. 58. Ferner sagt der Text: Die Thörigten nahmen ihre Lampen , abersie nahmen nicht Oehl mit sich. Die Klugen aber nahmen Oehl in ihren Gefäßen,sammt ihren Lampen. Hier ist sonderlich zu mercken, daß die Thörichten ihre Lam-pen gleich den Klugen, doch ohne Oehl genommen, die Klugen aber ihre Gefäßesammt ihren Lampen und Oehl; anzuzeigen, daß die Wahn-und Werckglaubige(die Thörigten) sich gleich denen Klugen es werden angelegen seyn lassen,mit in

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