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T r a l l e s
theiischen Sehens auf etwa zu bemerkende Erscheinungen konnte zu fak-tischer Vergewisserung vielleicht wichtig sein. Da ich die zu meiner Beob-achtung bestimmten Fernröhre in jedem Zeitpunkte ungestört benutzen wollte,so hatte der Herr Senator Abendroth die Güte, iAir noch sein für dieUnterhaltung der Badegäste im gemeinschaftlichen Versammlungslokale ge-stellte Fernrohr zuzusenden, um dem Herrn Commandeur ein besonderesüberlassen zu können. Es wurde mir erst nachher bekannt, dafs der Ei-gentümer des wissenschaftlichen Gebrauchs wegen sich selbst das Vergnü-gen entzogen hatte, die sonderbare Erscheinung genauer zu sehen. DiesesFernrohr war ein englisches 3ozölliges, achromatisch mit dem Fernrohren die-ser Art gewöhnlichem Fufsgestelle, astronomischem Okular und Sonnenglase.Die Vergröfserung war nach meinem Dafürhalten bei blofsem Durchsehenvon 60 bis 70 mal. Es eignete sich also dieses Instrument sehr wohl zuder Beobachtung, zu welcher es mit dem Chronometer im Nebenzimmer,ohne mich zu hindern, denn auch nachher diente.
Mein Fernrohr, welches ich zu der Beobachtung vornehmlich be-stimmt hatte, ist ein sehr gutes lözölliges von Barns den mit dreifachemObjektiv und 2 Zoll OefTnung, welches eine sehr bequeme Aufstellung mitSchraubenbewegungen hat. Der Okulareinsatz für Gomalige Vergröfserungschien mir der zweckmäfsigere; mit diesem wurde es bereit gesetzt.
Am Tage wo sich die Finsternifs ereignen sollte, war es Morgens ne-blicht, doch auf eine Weise, die hoffen liefs, der Tag werde heiter. In derThat fing gegen 10 Uhr Vormittags die Sonnenwärme an die Nebel aufzu-lösen, doch wurde es bis nahe dem Anfänge der Finsternifs nicht völlig klar.Ich sah mich daher genöthiget, das stärker vergröfsernde Fernrohr zu ver-lassen und zu einem aus Vorsicht schon aufgestellten zweifüfsigen Fern-rohre zu gehen, mit dessen nur somaliger Vergröfserung bei leichtemWechsel der Handblendgläser nach Maafsgabe der Helligkeit ich weniger zubefürchten hatte den Anfang zu verlieren, welchen ich jedoch zu erhaschenzuweilen zweifelte. Indessen wurde kurz vor dem Eingreifen des Mond-randes das Bild der Sonne, ohnerachtet vorschwebender Dünste scharf genugum jede Unterbrechung ihres Umfanges wahrnehmen zu können. Vorzei-chen des sich nähernden Mondes wurde jedoch keines bemerkt, so gut auchder Augenblick und die Stelle des Antritts der Mondscheibe bekannt war.Wirkliche Einbiegung des Sonnenrandes wurde wahrgenommen, alsoAnfang der Sonnenfinsternifs um i w 12“ 19* Zeit der Pendeluhr.