Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
110
JPEG-Download
 

IIO

Allein bald mußten die Franzosen weichen, da jene denKampf mit einer ganzen Division unterstützten, die je-doch kurz darauf durch das schnell herbeieilende 15 . Li-riieninfanterieregiment mit Zurücklassung ihrer Verwun-deten und vieler Gefangenen wieder in ihre Verschan-zungen zurückgeworfen ward, aus denen sie nun nichtmehr hervorzutreten wagte.

Zwei Tage nachher kam Massena von Alenquer, sei-nem Hauptquartier, um die Stellung der Verbündetenbei Sobral zu besichtigen und sie aus dem links gelegenen,den Franzosen so gefährlichen Dorfe zu vertreiben. Wäh-rend des Angriffes auf dasselbe in der Fronte und derrechten Flanke bemächtigten sich einige Elitencompagniender die Straße von Bucellaö vertheidigenden Verschan-zungen. In diesem Augenblicke entwickelten die Verbün-deten mehr denn 6000 Mann auf der Fronte des Dorfes.Eine tiefe und morastige Bergschlucht, welche die Fran-zosen zu passiren hatten, nicht minder die Erkletterungeines steilen mit Reben bewachsenen Abhanges, um zuden Häusern zu gelangen, gaben jenen allen Vortheildes Kampfes, der längs der ganzen Fronte der Stellungmit »»gemeiner Erbitterung wüthete. Französischer Seitsaber des ungewissen Ausgangs wegen bald abgebrochenward. Der Feind selbst suchte ihn nicht fortzusetzen,sondern räumte, in seine starke Stellung von Alhandra,etwas weniges über Villafranca de Zbira hinaus, zurück-gehend , in der folgenden Nacht das Dorf, an dessen Be-sitz dem Marschall Massena so viel gelegen war, weil soseine Stellung bei Sobral weniger gefährdet und zugleichder Angriff auf die Redoute von Monte Gracia, so Wiedas Vordringen durch Bucellas erleichtert ward.