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Das Erſte Hundert
nuͤtzlicher und kuſtiger
Miſtorien und Diſcurſen.
Des p apyrſi, eines Roͤmiſchen Rnabens, Spitz-
fuͤndigkeit und Verſchwiegenheit.Ulus Gellius hatte eine luſtige Hittoriam genoh-men aus des Marci Catonis Oratioſten einer, unddieſelbe erzehlet auf folgende Art:.
a Bey den alten Romern iſt eine Sewohnheit geweſen, daßdie Rahtsherꝛen, wann ſie ins Rahrhaus gegangen, ihrefungen Sohne mit ſich hingenohmen: Und wann etwasnnd prliches in abgehandelt, hat man die Sache in geheimund verſchwiegen gehalten. Wie nun auf einmal der Kna-men g ies, hit ſeinem Bater vom Rahthaus heimkom-und boat dann beine Mutter gefraget, was allda vorgefallenund eſchloſſen ware? Der Knabe hat ſich entſchuldiget,baregſaget„er mußte es heimlich halten, und nicht offen-kommen, f. lc die Mutter noch groſſere Begierde be-mehr und iu he Heimlichkeit zuwiſſen; haͤlt derhalben jebark. Da 15 bey ihrem Söͤhulein an, daß ers ihr offen-und ſeiner Munter Papyrius eine höfliche Lugen erdacht,Ob es nützlicher beugebracht, daß im Naht gehandelt:N 1 Mannes ve dem gemeinen Beſten/ daß eineFrau zwren Männer? Oder daß ein Mann zwo Fach nbaͤtte? Die Mutter erſchrickt hierüber, gehek alsbald zuandern Matronen; erzehlet ihnen, was ſie gehͤret. De 5andern Tages kamen alle Frauen der Stadt Rom, mitaufen aufs Nalithaus gelaufen, ſchrepen, bitten, waͤt-d man moge viel lieber ordnen, daß eine Frau zweenDame nehme als daß ein Mann zwo Frauen hatte.Was dial hat ſi hieruͤber verwundert und nicht gewußt,Iudem in Weſen und Aufruhr der Weiber bedeutete.Handel. der kapyrius aulgeſtanden, und den gautzenſchloſſen vage enangen erzehlet. Darauf im Rahte be-haus kon aß bernach keine Knaben mehr ſolten ins Raht-omen, auszenohmen bapyrius, dem pole
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