les (*). Er war ira Anfänge der 35ten oder nachMeiners in der 38ten Olympiade (ohngefähr 64oJahre vor Christi Geburt) zu Milet geboren. Erstammte von angesehenen und reichen Aelternund aus einem phönizischen aber unter denGriechen seit langer Zeit einheimischem Ge-schlechte. Um seine Kenntnisse zu erweitern,unternahm er einige Reisen, besonders nachAegypten .
Nach den sinnlichen Vorstellungen der äl-testen Menschen entstand Erde, Himmel undalles, was sie um sich sahen, aus einer unförm-lichen Masse. Dieses verworrene Bild, diesedunkle Vorstellung von der Materie und demSatze : Aus Nichts wird Nichts, nannten sie dasChaos. Thaies — wenn wir ihm allein und nichtmehreren denkenden Köpfen seines Zeitalterszugleich dieses Räsonnement Zutrauen — nahmdurch Aufmerksamkeit auf die Natur geleitetein anderes in der Wirklichkeit gegründetesPrincip zur Weltbildung an, und zwar das Was-ser. Er sah nemlich nach Aristoteles (Met . i,3), Plutarch (de pl. ph. r, 3) und Stobaeus(eclog. phys. i, i5), dals der Saame und alleNahrung der Thiere und Pflanzen feucht sey;
diese
(*) S. Tiedemanns Geist der spekulativen Philoso-phie. Bd. l. pg. 2ß. l’qq.
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