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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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59
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nerley bleibt. Die erste Erklärung verwirft Tie-bemann, weil sie gegen den Sinn und die Kennt-nisse des Zeitalters sey; die zweyte, weil Aris­ toteles ausdrücklich dagegen spreche, so dafsalso die dritte nur übrig bleibe, welche auchAristoteles annimmt. Er sagt nemlich (Met . I,b) , Xenophanes nehme ein Eins an, lehre abernicht deutlich, ob er Einheit der Form verste-he , oder Einheit der Materie, sondern er rich-te seinen Blick aufs Universum (eh tov cA ov cvftx-rov), und sage, das Eins sey Gott. Und gleichvorher, wo er die zweyte Erklärung zu verwer-fen scheint: cc Es giebt einige, welche vom'All*als einem Wesen reden 4 allein sie denkennicht j wie die Physiker (Jonier) , welche eineJMaterie annehmen dafs das All entstehe >wie aus einem Stoffesondern sie machen sicheine andere Vorstellung; jene nehmen Bewe-gung und Veränderung hinzu, diese behaup-ten aber * das All sey ohne Bewegung.» Dasletztere that bekanntlich Xenophanes. Aristo­ teles erklärt, wie man sieht, desselben Vorstel-lung für dunkel. Wie also, wenn Xenophanes,wie die letzte Stelle vermuthen läfst, sich andie übrigen Philosophen anschliessen wollte,und nur eine andere Erklärung gab ? Ohne Hin-sicht auf Aristoteles Autorität könnte der Satz?