t v To 7t a i’, so erklärt werden, dafs dabey Sub-jekt und Prädikat verwechselt würden. So wä-re also Xenophanes Meynung: Es mufs irgendein ewiger unveränderlicher Stoff in der Weltseyn (diesen nannten auch einige Philosophendas h, wie Aristoteles bezeugt). Dieses Eins,dieser Stoff ist aber nicht, was die alten Jonierbehaupten, Wasser oder Luft, oder das Un-endliche, sondern das Universum (ttosv), derHimmel in seiner Kugelgestalt selbst. Dieserist ewig, weil aus Nichts Nichts wird und (einHauptsatz seiner Philosophie) in der Welt schonalles ist., nichts entstellt, alles werdende alsoschon vorhanden seyn mufs , das Universum al-so von Ewigkeit so w r ar, und sich nicht erst auseinem praeexistirenden Stoffe bildete.
Mit dieser Lehre läfst sich nun eine zwey-te, welche durch die Erfahrung herbey ge-führt wuirde, sehr gut vereinigen, nemlich dieVeränderlichkeit aller natürlichen Körper imUniversum. Tausend Erscheinungen mufstensich ihm aufdringen, w r elche ihm bewiesen, dafskein Naturprodukt von ewiger Dauer sey, dafsaber auf der andern Seite doch nichts im eigent-lichsten Sinne vernichtet werde, sondern dafsnur eine Verwandlung statt finde, w'obey derStoff in dem Universum immer derselbe bleibe.
Aus