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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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126
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bestimmt. Welchen Monat er hierbey meynte,wufsten die Athenienser ohne Zweifel aus Er-fahrung, ohne dafs er nöthig hatte, dieses aus-*drücklich hinzuzufügen. Dafs ein solcherKreis für die Azimuthe bey den Gnomonen an-gebracht war, vennuthe ich aus einer Stelledes Plinius lib. 56, io, wenn es erlaubt ist, ausMangel an Nachrichten einen analogischenSchlufs aus den Angaben eines späteren Man-nes auf die früheren Zeiten zu machen. Ersagt nemlich, dafs der Obelisk auf dem Mars-felde zu Bestimmung der Tages- und Nacht-längen benutzt worden sey. Man habe einenStein von der Länge des Mittagsschattens imWintersolstitium in der horizontalen Ebne ein-gegraben, und daran durch metallene Stäb-chen die verschiedenen Längen des Tags undder Nacht bemerkt. Dieses konnte auf keineals die angegebene Art geschehen, weil esnicht hinreichend war, wie man vielleicht glau-ben möchte, nur die Ab- und Zunahme desSchattens am Mittage zu zeigen, sondern dieGröfsen der einzelnen Theile des Tags undder Nacht, und ihre Verhältnisse gegen ein-ander.

Die auf diesem Wege gefundenen Schat-tenlinien nun würden zu Alexandrien um die

Zeit