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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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132
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mon konnte wohl die Veränderung der Höhen,nie aber ihre absolute Gröfse angeben.

Die Länge des Schattens von einem Stift»ist bekanntlich der Kotangente der Sonnenhöhegleich , wenn man den Gnomon für die Einheitnimmt. Diefs Resultat der Trigonometrie fälltbekanntlich in den Zeiten weg, wo die Wissen-schaft noch nicht erfunden war und die Geo-metrie -nur unvollkommene Vergleichungen zwi-schen Seiten und Winkeln eines Dreyecks dar-bot. Eigentliche Höhe der Gestirne zu neh-men war also in der Periode so gut, wie un-möglich.

Unsre jetzige Astronomie verlangt fernereine Ebne, oder vielmehr einige, auf welchesich alle Beobachtungen reduciren lassen müs-sen, wenn man sichere Resultate daraus ziehenwill. Die Eine derselben ist der Meridian.

Wenn man nemlich durch den Schatten ei-nes Gnomons am Mitlage eine Linie nach Sü-den und Norden verlängert sich denkt; so gäbedieses die Mittagslinie, und eine Ebne senk-recht auf dieselbe würde die Mittagsfläche seyn,welche wieder hn Durchschnitte mit der Him-melskugel einen gröbsten Kreis, den Meridian,bilden würde. Denselben nun bey der tägli-chen Umdrehung der Himmelskugel genau zu

be-