bemerken und alle Erscheinungen darauf zubringen, setzt eine sorgfältige Höhenmessungund genaue Zeitbestimmung voraus, da mansich an keine festen Objecte am Himmel haltenkann. Die Schwürjgkeit also , ein Instrumentnur mit einiger Genauigkeit in die Ebne zu brin-gen und darin zu erhalten, welche hier aufzu-zählen zu weitläuftig seyn würde, machte,dafs inan denMeridian noch nicht zu seinem ge-wöhnlichen Gebrauche benutzen konnte. Manbrauchte vielmehr den Horizont (*) an dessenStatt. Auch bey unsern verfeinerten Begriffenvon der Sphäre benutzen wir noch den Kreis,und die Fläche, welche die über uns erhobeneHimmelskugel von der unteren trennt, um vonda aus die Höhen der Gestirne finden zu können,nie aber als eine Fläche, auf welche sich dieBeobachtungen selbst bringen lassen. Hierbey
wiir-
(*) Dafs die Griechen den Horizont, zu ihren Beo-bachtungen benutzten, bemerkt auch schonBailly (Gesch. d. a. Astr. B. 1, Absch. II. 9)aus einer Stelle des Simplicius (de coel. II. Com.46) gegen Goguet, der davon nichts weifs. Al-lein es bedarf dieser einzigen Stelle gar nicht,das ganze Verfahren der Griechen zeigt es. War-um gieng Bailly nicht auf dem Wege fort? Erwürde sicher auf andre Resultate gekommenseyn.
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