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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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135
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Namen des Horizonts nicht eimnalil kannteoder gebrauchte.

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Es ist ganz natürlich, dafs die Philoso-phen, so lange sie noch an den oben angege-benen Volksbegriffen von einer Erdscheibeund einem über derselben hervorragendenHimmelsgewölbe hiengen , weder einen richti-gen Begriff von der Sphäre hatten, noch habenkonnten.

Von Thaies sind zwar keine vollständigenNachrichten vorhanden, alle Notizen aber,welche noch aufbehalten sind, zeigen uns mitder gröbsten Wahrscheinlichkeit, dafs er, sowie von der Erde, die oben erwähnten Volks-vorstellungen beybehielt, nach welcher sichdie Gestirne in den Ocean senken und ausdemselben an der Ostseite wieder hervorkom-men , ohne unter der Erdscheibe hinzugehn.Anaximander aber war in seinen Behauptungenkühner und nahm förmliche Tagekreise an,statt dafs im Gegentheil Anaximenes sich wiederan die alte Meynung hält und nach Plufarcb,Stobäus und Origenes behauptet, die Planetenund die Sonne w'ürden von der Luft getragen,die Fixsterne aber wären wie Nägel an demKrystallhimmel angeheftet. Beyde Gattungen

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