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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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140
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welche jetzt noch alles durch das blofse Ge-eicht, nie nach sorgfältig angostellten Beobach-tungen beurtheilten, würde es jetzt noch einganz zweckloses Unternehmen seyn, die Grö-fse det; Fehler, welche am Gnomon entstehenkonnten, untersuchen zu wollen. Bekanntmufs es wenigstens jedem Liebhaber der Astro-nomie seyn, dafs die Sonne um die Zeit desSolstitiums in ihrer Abweichung sich wenig än-dert, dafs also diese Erscheinung lür das blofseGesicht und selbst am Schatten des Gnomonsunmerklich seyn mufs.

Um die Zeit der Nachtgleichen ändert sichzwar die Deklination der Sonne täglich mehr,aber dem ohngeachtet war es noch schwieriger,den Aequator wirklich zu finden, wie wir inder Folge sehen werden, und es war wohl blofsdie Gleichheit der Tage und Nächte, von wel-chen hier die Rede seyn kann. In den be-kannten Auszügen finden wir zwar noch Nach-richt von beyden Linien. Die Stellen scheinenaber aus Mangel an Sachkenntnis und Mißver-stand sehr interpolirt zu seyn,

Diogenes von Laerte spricht einigemaldavon, dals Thaies die Sonnenwenden gefun-den habe. Nach!, 23 soll er auf unbestimmteAutorität (was unwahrscheinlich ist) über die-selben