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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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146
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zone und so drückten die Benennungen immerdie Jahreszeiten aus, wie ich schon oben be-merkt habe. Die Gegenden des Himmels au-fser den Wendekreisen bis an den nördlichenund südlichen Horizont, würden alsdann diearktische und antarktische Zone seyn. Es läfstsich also auch nicht viel von Anaximanders Be-stimmung des Aequinoctiums durch den Gno-mon, noch von seiner erfundenen Sphäre erwar-tem Nach Phavorinus beym Laertius, wenn esnicht wieder Verwechselung oder Zusatz ist,bezieht sich das erstere wahrscheinlich auf dieBemerkung der geraden Schattenlinie, das letz-tere auf eine sinnliche Darstellung der Sphäremit ihren Zonen.

Polarkreise sind in der 'Jetzigen Astrono-mie bekanntlich die Tagekreise der Pole derEkliptik. Sie sind daher durch die Schiefe der-selben selbst bestimmt und stehn von den näch-sten Weltpolen Grad ab. Sie können alsoals fest angenommen werden, wenn man dieVeränderlichkeit der Schiefe der Ekliptik beySeite setzt. Bey den Alten aber wurden, wieauch die oben aus den Epitomatoren angeführ-te Stelle beweifst, unter den Polarkreisen zweyCirkel verstanden, welche die nie auf- und nieuntergehenden Sterne bezeichneten, die also

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