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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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305
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Da die Mythologie mehrere Drachen auf-weisen konnte, so war es auch ganz natürlich, dafsviele Mythen bey diesem Gestirne angebrachtwurden. Die merkw'ürdigste Und älteste ist dievon den goldenen Aepfeln der Hesperiden, dievon Pherecydes und Pangasis (von jedem miteigenen Modifikationen ausgestattet) herstahimt.Im Hygin kömmt noch eine Sage aus einer Gi-gantomachie vor, wo Minerva einen von ihrenGegnern ihr entgegengeworfenen Drachen anden Himmel schleudert. Und nach der kreti-schen Fabel (Schol. ad Arat v. 53) verwandeltsich Jupiter selbst in einen Drachen , und seineWärterinnen in die Bärinnen, aus Furcht vorseinem Vater.

Wenige Sternbilder giebt es aber, in wel-chen so viele Fabeln gehäuft wären , als im En-gonasin. Ein offenbahrer Beweis, dafs man sienach und nach in die Astronomie übertrug,und dafs sie nicht durch die Konstellationenselbst entstanden. Ich habe schon bemerkt,dafs sich das Alter'des Sternbildes nicht ange-ben läfst; die dazu gehörigen Sterne aber undihre Lagen gegen einander lassen nicht erwar-ten , dafs ein ungeübtes Auge das Bild so leichtauffmden würde, wie bey andern mehr in dieAugen fallenden Gestirnen. Da Arat wieder-

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