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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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331
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nen. Auch der Mond wurde zur Abtheilungder Nacht, so wie des Monats benutzt.

Das alles lehrt nur zu deutlich, dafs mannoch keine guten Hülfsmittel zur Zeitbestim-mung hatte. Es ist aus Vitruv (lib.IX, 9) be-kannt, dafs Eudoxus die Arachne (das Spinnen-gewebe) erfunden haben soll. Diese Einrich-tung kann wohl keine andre Form gehabt ha-ben, als die einer Azimuthaiuhr (Tab. III. Fig. 1.),also weder eine hohle Gestalt, wie Martiniglaubt (*)> noch eine Aequinocktialuhr, wieCalckoen (**) will. Jene nicht, weil die hori-zontale Ebne eine einfachere und dem Geisteder Zeit angemessenere Einrichtung wäre, diesich mit den Heliotropien der älteren am leich-testen vereinigen liefse, ja blofs als eine Verbes-serung derselben mit mehreren Linien für ein-zelne Monate angesehen werden könnte; diesenicht, weil es noch sehr problematisch ist, obund wie genau man den Aequator finden konn-te (***). Die Einrichtung einer solchen Uhr war

- ohn-

(*) S. Rodes Vitruv . B. 2, pg. 222.

(**) De hovologiis velevum sciothericis.

(***) Martini baut seine Meinung darauf, dafsder Chaldäer Berosus ein hemicyclium ad encli-ma (nach der Polhöhe Vitruv . IX, G) erfundenhaben soll. Also miifste zu Berosus Zeit der Ae?

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