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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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rüge Tage ungewifs bleiben konnte, wenn sichauch gleich die Abweichung schnell ändert.

Es darf also auch gar nicht befremden,wenn die Nachtgleichen noch in den frü-heren Zeiten so ungewifs angegeben werden,nach dem scheinbaren Morgenumergange derPlejaden. Nach Plinius ( i8, ah) lälst Hesiod dieselben um die Zeit des Aequinoktiums,Thaies ah , Anaximander 29, Euktemon 48 Ta-ge nachher untergehen. Die Veränderung derSterne in der Länge ist von Thaies bis aui Euk-teinon nicht so beträchtlich, dafs man darin,sondern in dem noch unbestimmten Aequatorden auffallenden Unterschied suchen mufs. Esist daher auch auffallend, wie Petavius (Var.Diss. II, 9), der doch an vielen Orten dasSchwankende und Unvollkommene in den An-gaben der Alten fühlt, glauben kann, Anaxi-mander spreche vom scheinbaren und Thaiesnoch vor ihm vom wahren Untergange, derdoch offenbahr nicht beobachtet sondern nurgeschlossen werden konnte.

Auf ähnliche Art und mit gleicher Unvoll-kommenheit fand Eudoxus die Polen kreise, in-dem er auf die Sterne achtele, welche nord-wärts nie untergiengen, oder am südlichen Ho-rizonte hinstrichen. Seine mangelhafte Beobaeh-

tungs-