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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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che durch die genannten Punkte und durchdie Weltpole gehn, und auf dem Aequatorsenkrecht stehn. Ich habe schon oben beym Me-ridian bemerkt, dafs Euklid Begriffe von Abwei-chungskreisen der Sterne hatte. Hier sehn wirnun, dafs auch schon Eudoxus einige derselbenkannte, nemlicli diejenigen, welche durch dieSonne in den eben genannten Zeiten bestimmtwerden.

Wollte also Eudoxus die Koluren finden;so durfte er nur, wenn er am Gnomon sähe,dafs die Sonne in einem der Wendekreise oderim Aequator war, die Stelle, wo sie auf unduntergieng, am Horizonte bemerken. NachUntergang der Sonne fand er nach den obenangeführten Regeln, wie sie uns Arat und Au-tolykus aufbehalten haben, sechs Zeichen desThierkreises über dem Horizonte; aus dem letz-ten derselben, dem sechsten, schlofs er, in wel-chem die Sonne stehen müfste, weil es derSonne gerade entgegengesetzt war. Da diesesZeichen aber schon während der Dämmerungam Horizonte heraufgekommen war, so liefssichder Ort desselben nicht genau angeben. Erbeobachtete also das aufgehende siebente.

Das jährliche Vorrücken der Nachtglei-chen nach den ZACHischen Sonnentafeln (pg. 37)

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