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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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So weit wäre alles klar. Zweifelhaft ist esdagegen, ob der Anthesterion nun nach GazasMeynung folgen, oder erst nach Petavius nachdem Poseideon und Gamelion eingeschobeitwerden müsse. Gaza -weifst ihm die Stelle nachdem Maemakterion an, weil kein Ort für ihnübrig sey, und weil der Poseideon um das Win-tersolstitium fallen müsse. Nur eine Stelle desspäteren Philostrat widerspricht seiner Mey-nung, welcher behauptet, dafs die dreyjährigenKnaben um diese Zeit in Athen mit Blumen ge-schmückt worden wären. Er scheint also diesenMonat zum Frühlingsmonate zu machen. Dochgesetztauch, sagt Gaza , es wäre; so könnte esvielleicht doch nur durch einen Fehler ge-schehen seyn, und es pafste nicht auf Aristoteles und Theophrasts Zeit. Ja Philostrat , ein So-phist, könne diese Feyerlichkeit blofs aus derEtymologie geschlossen und erfunden haben.Petavius hingegen setzt ihn nach dem Posei-deon, nach einer Stelle des Demosthenes 7re$t^s<pavov, wo er ausdrücklich ein Frühlingsmo-nat genannt wird, aufserdem nach einer Beo-bachtune des Timocharis und nach AthenaeusI, 8, wo Anthesterion und Elaphebolion nebeneinander stehen.

Der