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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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506
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starchs schon bemerkte Angabe der Jahreslart-ge bey Censorinus. Dort lieifst es, KalippuShabe das Jahr gesetzt auf CCCLXV (adde etquadrantem liefst hier Bailly mit Haverkamp)et Aristarchus Samius tantundem et praetereadiei partem i6a3 oder i533. Aus diesem letz-ten Bruche bringt nun Bailly ein Sternjahr von365 Tagen, 6 Stunden, io', 49^heraus, mit ei-ner Ungewifsheit von 36 ", welches er mit demchaldäischen Jahre von 365 Tagen 6 Stunden,11 übereinstimmend findet. Allein aus denübrigen Nachrichten des Censorinus sieht man,dafs allemal nur die Tage zu verstehn sind undder Bruch jedesmal von neuem hinzugetbanwerden mufs, und so kömmt bey Aristarch dieZahl heraus, wie ich sie oben angegeben habe.Gesetzt aber auch, man pflichtete Bailly bey;so ist Aristarchs Meynung nichts weiter als eineHypothese, wie die übrigen, ohne dafs mannöthig hat, so viele unerwiesene Voraussetzun-gen zu machen, und sein Jahr für ein St.ernjahrzu halten, oder es mit dem chaldäischen zuvergleichen. Die Uebereinstimmung ist einblofser Zufall.

Dieses sind die Resultate, welche sich ausden noch vorhandenen Nachrichten über diesuccessive Entwickelung der astronomischen

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