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Geschichte der griechischen Astronomie bis auf Eratosthenes : von J.K. Schaubach
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505
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Veranlassung. Dieses sehn wir unter andernaus Ciceros Somnium Scipionis c. 7. Hominespopulariter annum tantummodo solis, id est,unius astri reditu metiuntur: cum autem adidem, unde semel profecta sunt, cuncta astraredierint, eandemque totius anni descriptio-nem longis intervallis retulerint, tum ille veravertens annus appellari potest, in quo vix dice-re audeo, quam multa saecula hominum te-neantur. Plato bestimmte also so wenig dieGröfse desselben als Aristoteles, und die Peri-ode von 12000 Jahren ist ein späterer Zusatz.Andre glaubten nach Censorinus , dafs einesolche Revolution aller Gestirne nie sich ereig-ne, dafs also der magnus annus unendlichgrofs genannt werden müsse. Aristarch nimmtdie Gröfse desselben auf 2484 Jahren an. Baii.-ly glaubt (*), dafs sie auf eine Konjunktionder Sonne und des Mondes mit ein und demsel-ben Sterne ausdrücke, und dafs sie sich aufdas Sternjahr der Chaldäer zu gründen scheine,welches Aristarch von ihnen angenommen ha-ben soll. Die ganze Vermuthung und beson-ders der letzte Umstand gründet sich auf Ari-

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(*) In den Erläuterungen des ersten und zweytenAbschnitts der neueren Astronomie £. 10.

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