,8 I. Theil. III. Hauptstück.
da denn, wenn man ja auch noch in der RichtungS-Liniedes feindlichen Stücks seyn sollte, die Kugel doch über einemweggehen muß, weil der Artillerist, wie oben erinnert, ausden halben Mann hält. Welches sogar auch statt findet,wenn die Kugel vor einem aufschlagt, (ricocketiret.)
§. 27. Sind um die Festung her Anhöhen, oder hoheGebäude, so muß man von selben aus die Festungswerke zuentdecken suchen. Hak man bereits die Vorstadt inne, sodienen die Kirchthürme und hohen Häuser noch besser dazu,da man sich aber wegen der Nähe für den Doppelhaakenund Kugelbüchsen noch mehr in Acht nehmen muß, umnicht entdeckt zu werden. Eine Stückkuge! aber, so vonohngefahr ins Dach schlagt, muß man nicht achten, f
H. 28. In des Ritters de Ville Buche äs la 6dsr§eäe8 Qouverosurs, * welches in Paris 1656. heraus gekom-men, wird eine besondere Art, die Festungen zu recognosciren,gelehrt, welche ich hier mit einrücken will:
Um bey Nachtzeit eine Festung zu recognosciren, mußman weder eine zu helle, noch zu finstere Nacht erwählen.In jener dergleichen bey sehr klarem Wetter, oder wennVollmond ist, kann man zu leicht gesehen werden, und inletzterer, wie es ist, wenn es regnet, oder starker Nebel fällt,läßt sich nichts entdecken. Wenn man sich dem Platz aufeine Viertel-Meile genähert hat, so bleibet der Trupp an ei-nem schicklichen Orte halten. Denn zu solchen Stundendarf man eben nicht einen Wald aussuchen. Man sehet so-gleich Posten aus, und nähert sich mit 2; bis zo Reiterndem Orte, aber nicht so viel, daß man sie daselbst marschi-ren hören könne. Der, welcher die Untersuchung anfiel«
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i II. St. B. S. 2ii.
» Es ist solches von dem berühmten Ingenieur Werdmüller,unter dem Tittel, Commendanten. Spiegel, übersetzt, undmit lehrreichen Anmerkungen vermehret worden. Im 2tenVersuche der Kriegs-Bibliothek findet man das, was ichhier abgeschrieben, gleichfalls eingerückt.