Eine Festung zu recognosciren. iA
sen soll, steigt mit noch einem, oder höchstens zween, vomPferde. Erläßt alles weiße und blendende von der Kleidung,ingleichen die Sporn, welches ihn hindern oder entdeckenkann, zurück. Küraß, oder andere Schußwaffen mitzu-nehmen, verursachet, wenn man in den Graben steigen will,Hindernisse. Er läßt sie dahero bey dem Pferde, und nimmtnur einen Degen und Pistol mit.
Auf diese Weise nähert er sich den» bedeckten Wege,so viel möglich, höret eine Rounde gehen, um die Postendaraus zu beurtheilen, damit er sich gegen die Stellen, wel-che solchen gerade über sind, besser verdecke, oder davon ent-fernen könne. Er gehet längst dem bedeckten Wege, be-trachtet den Graben, und untersuchet ihn. Wenn in denAußenwerken keine Wachen stehen, gehet er herein, unter«sucht ihre Lage und die Dicke ihrer Werke, so fähret eerund um fort. Die, welche in solcher Unternehmung neusind, können es für sehr gefährlich halten. Sie glauben,daß sie ohne Widerrede veriohren wären, und daß sie dieMauern verschlingen, wenn sie sich dem Orte so sehr näher«ten« Ich kann ihnen aber versichern, daß man getrost her-umgehe» könne. Das schlimmste, was begegnen kann, ist,daß eine Schildwache einen gewahr werde, Feuer gebe, undLärm mache. Man kann sich alsdenn an einen sichern Ortstellen, und noch eine halbe Stunde zur Veränderung demLärme in der Stadt zuhören. Man darf nicht befürchten,daß man aufgehoben werde, denn es kann und darf nicht ge-schehen. Die Wache hat, wenn sie es thun wollte, nichtdie Schlüsse, und der Gouverneur wird gewiß das Thorzu solcher Zeit nicht eher eröfnen lassen, als bis er seine Besa-mung zusammen hat. Alles, was er thun kann, ist, durchdie verborgnen Thor, einige Leute auszuschicken, und einigeKunstfeuer heraus zu werfen, um den Graben und da« Feldzu erleuchten, bis dahin hat man Zeit qenung, sich fortzu-machen. Ich glaubkke, daß ich diese Nachricht denen, diedergleichen noch nicht gethan, geben müßte, um ihnen mehrMuth dazu zu machen.
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