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' I. Theil. IV. Hauvtsiück.
ben einander machen; je mehr deren sind, je geschwindergehet der Marsch.
Anmerkung.
§. 4 r. Man muß sich wohl in Acht nehmen, daß mandie Brücken nicht zu schmal mache, denn die Züge müssenalödenn abbrechen, und der Marsch wird sehr aufgehalten.Je breiter sowohl die Lauf. als auch andere Brücken fürüGeschütz sind, je leichter und geschwinder geht der Marsch.
§. 42. Hat das Wasser keine Fuhrt, daß also auch Wa-gen und Geschütz drüber gehen sollen, so muß man starkeBaume oder Balken zu Trägern nehmen, deren man wenig-stens vier Stück in gleicher Weite von einander legt, nach-dem man die Brücke breit machen will. Drey bis vier El-len ist im Norhsall genug, weil die Wagen nicht neben ein-ander, sondern nur hinter einander gehen, doch ist es besser,man macht sie noch breiter, damit zugleich Fußvolk nebenden Wagens vorbey gehen kann. Hat man Bauholz, solegt man Stücken von gleicher Länge, wie oben von denSchalhölzern gesagt worden, der Quere, eines neben dasandere, und befestiget die ersten und letzten, damit sie nichtweichen können. Will man Pfostel^darzu nehmen, so müs-sen sie doppelt gelegt werden, und zwar, daß die obern dieFugen der untern decken, alsdenn werden sie gleichfalls mitRasen belegt. Wenn man befürchtet, daß sie den Druckdes schweren Geschützes nicht aushalten möchten, so kannman sie mit Stroh, drey bis vier Zoll hoch, in der Quere be-legen, auf welches man aber noch eine Schicht Rasen deckenmuß, damit eö nicht von Pferden aus einander gerissen wird.Man kann sich auch dieses Mittels bey jeder schwachemBrü-cke bedienen, über welche man schwer Geschütz oder Lastwa-gen führen will, denn weil daö Stroh nachgiebt, so benimmtes dem Drucke der Last die Heftigkeit. (Carl XII. ließ1707. da die Weichsel bey Warschau noch nicht zugefrorenwar, Stroh über selbe streun, und solches mit Wasser besgiessm, welches sogleich gefror, und eine so gute und starke
Brü-