Den Marsch anzugeben und zu führen. 29
große Menge groben Sandes schwer gemacht würden. Marximus griff unverzüglich zu diesem Mittel, und brachte da-durch das Kriegsherr über den Fluß.
In des General-Feldmarschalls Münnich Feldzuge inder Ukraine 1736. mußte jede Compagnie ein großes Faßmit Wasser mit sich führen, weil sich in den Steppen oderWüsten dieses Landes selten Wasser findet. Diese Fässerhatten auch einen andern Gebrauch. Jedes Regiment muß-te deren 8 bis io und eben so viel dicke Breter mit sichführen; daraus wurden bey Gelegenheit Brücken gemacht,darüber das Fußvolk und leichte Gepäcke gehen konnte»Pontons brauchte man blos für das schwere Gepäck undGeschütz. *
H. 46. Wenn das Wasser nicht allzutief, sind nachfol-gende;zwey Arten, eine Brücke zu schlagen, die geschwinde-sten:
1) Man fähret, nach Beschaffenheit der Breite desFlusses, zwey, drey, auch mehr Bauerwagen auf solcheArc nebeneinander ins Wasser, daß die Zwischen-Räumedrey bis sechs Ellen betragen. Je schwerer das darüber zufahrende Geschütz, je näher müssen die Wagens zusammenkommen, über selbige legt man lange Balken, welche manmit Klammern, oder auch Stricken, befestiget, und überdiese die Quer-Bohlen oder Pfosten, kl. I. k'ix- z. Mankann auch große starke Böcke, wie die Mauerböcke gestaltet,statt des Wagens nehmen, 4. oder
2) Man läßt große Schanzkörbe von vier, wenigstensdrey Elle» in der Lange, anderthalb bis zwey Ellen weit,und so stark, als möglich, flechten. Man kann auch welchemachen lassen, djx um die Stärke des geflochtenen kleinersind, und sie m die ersten stecken, diese kullert man, nach-dem man Steine daran gebunden, einen hart neben den an-dern ins Wasser, füllet, ihnen einen bessern Halt zu geben,die Zwischen- Räume zwischen den Körben mit Mist, Ra-
sen
* Des General von Mannstein Nachrichten von Rußland.