Vorn Uebergang über die Flüsse. 49
§- 94. Nunmehr fangt die Armee an, sich zurück inund durch die Brückenschanzen zu ziehn; nemlich die zweyte!lme, oder Reserve, beseht eineötheilö die Brückenschanzen,vte übrige,, gehen über, und postiren sich längst am FlusseZwischen die Batterien, und sucht das erste Treffen durchdu« lebhaftes Feuer zu unterstützen. Das vorderste Treffen^achc darauf rechtsumkehrt, chargiret, wann der Feind an«^ckt, ,'m Retiriren, bricht in der Gegend, wo die Brü«Zuschanzen sind, ab, um diesen zum Feuern Platz zu ma-und stellt sich in 2 oder mehr Linien, nach Beschaffendheil des Terrains, zwischen die Brückenschanzen. Die hin«Ersten Linien ziehen sich darauf, immer eine nach der andern,durch hjx Brückenschanze über die Brücke. Endlich brichtauch dix erste zwischen den Brückenschanzen stehende Liniebeyden Flügeln ab, und zieht sich durch die Brücken«schanze über die Brücke zurück. Wenn alle Truppen her«so fangen die aus den Brückenschanzen an, Überzuges?en, big auf eine schwache Besatzung und einige Canonen,p man aufopfern will. f
. §. 9Z. Nunmehr wird die Brücke geschwenkt, * wel-
ches aber, so wie auch die Kriegs - Geschichte zeigt, gar sel-ten glücke, und gemeiniglich den Verlust der meisten Fahr«Zeuge nach sich zieht; Daher» es fast noch sicherer, nach §.86. zu verfahren. Allein, wenn man die Armee rettet, si»ist der Verlust der Pontons noch zu verschmerzen.
. Ändem die Brücke geschwenkt wird, werden die Ein«gange der Brückenschanzen mit dürren, in Pech und Theergetauchten, oder mit Feuerwerks - Sachen verbundenen Fas>ch»nen, (welche parat haben muß,) versetzt und ange-Zundet. Die Besatzung springt sogleich in Fahrzeuge, oder
auf
t Wie auch diese zu retten, s. VI. Stück Beyt. S. 225.
* Eine Brücke schwenken, ist, wenn die Schiffe zwar an ein-ander befestigt bleiben, man die Anker.Taue aber abhaut,und die ganze Brücke herum schwenkt, daß sie der Läns«nach ans andere Ufer z>, stehen kommt.
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