Ein Lager zu wählen. 77
schanzen, welches alles der kl. XXVIII. no. 23. zeiget, unddas XXV. Hauptstück erkläret. -
§. 142. Da nach den Bergen und Anhöhen sich so»wohl die Stellung, als der Angriff und Vertheidigung,richten muß, so halte ich für nöthig, sie etwas genauer abzu-handeln. Die Redensart, daß eilte Anhöhe eine andere be-herrsche, ( Lommsnäer, öominer, ) will so viel sagen, daßsie höher als die andere sey, und mithin jene bestreichen kön-ne; denn von den Anhöhen, die äußern Stückschuß liegen,kann dieses nicht gesagt werden. Das Auge trügt in keinerSache mehr, als in Beurtheilung der Berge, und gehöreteine lange und große Uebung darzu, ehe man es so weitbringt, gleich sagen zu können, ob der Berg, auf den manstehet, oder der gegen über, höher sey. Bevor man hier-»nne feste ist, muß man allezeit sich auch auf die gegen überstehenden Berge begeben, und genau untersuchen, welcherden andern überhöhe, oder von ihm beherrscht werde. Daüber die Höhe des Körpers, zumal wenn man zu Pferde ist,diese Beurtheilung bey einem Ungeübten noch schwererwacht, so ist es am besten, man legt sich vorwärts auf die^de, und richtet die Augen dergestalt nach dem andernBerge, daß der Augenstrahl, so viel immer möglich, einewagerechte Linie sey. Der Punkt, wo sich diese Linie endi-get, wird einem nicht allein den Unterschied der Höhe zei-8en, sondern man wird sogar überschlagen können, um wieviel ein Berg höher oder tiefer als der andere ist. Diejeni-gen Anhöhen, die nur um etwas weniger höher sind, als diegegen über stehenden, sind die besten, weil die Schüsse, diehorizontal gehen, die meiste Würkung haben, und man so-wohl damit grasen (i-Mren) als ricochetiren kann, an statt,wenn man aus der Höhe in die Tiefe schießt, die Schüsseungewiß sind, und nur aus einen Punkt treffen. ?l- XXX.3. t
§. *4Z.
k Wer in dem lten Stück meiner Beytrage zur Kriegskunstund Geschichte des Kriegs den 2ten Abschnitt, vom Profil