Ein Lager zu wählen. 79
unter stürzen lassen müssen. So gieng es 1760. einer Bri-gade Kaiserlicher Grenadiers bey hohen Giersdorf.
§«14;. Die Flügel durch Dörfer zu decken, ist diegewöhnlichste Art. Zum öftern sind sie schon vor sich Haltsvar, wenn sie nemlich Gräben, Garten - Mauern und ge-dauerte Kirchhöfe haben, man kann sie aber auch noch fe-ster durch die Kunst machen. Es ist unglaublich, wie !an«gE sich entschlossene Truppen in einem dergleichen Dorfe hal-ken können, und wenn man jetzt nicht so gut die Dörfer"Urch Haubitz-Granaden in Brand zu stecken wüßte, so^urde es öfters unmöglich seyn, sie daraus zu vertreiben.^>a das letztere gemeiniglich erfolgt, so glaube ich, daß esdGr ist, sich durch Verschalung, als durch Dörfer, zudecken.
Es sind mir auch daher in den Feldzügen, denen ichdeygewohnt, wenig Beyspiele vorgekommen, wo die Kay-strlichen, bey festen Lagern, Dörfer verschanzet, oder damiLFlanque oder Seiten gedeckt hakten. Waren ja wel«che auf der Seite, oder vor der Fronte, so wurden die Ver-ichanznngen etwas von dem Dorfe abgelegt, damit bey dessstn Anzündung daS Feuer die Soldaten nicht vertreibenonnke. Das Dorf Jauernick, ohnweit Schweidnitz, hatsen die Preußen 1760. sehr stark und gut befestiget.
, §» r 46. Wenn man einen Flügel der Armee, auf bis-
beschriebene Art, weder anlehnen, noch besten Flanquekcwn, oder der Berg, worauf er stehet, ist sehr flach,ein Angriff auf diese Flanque zu vermuthen, sol'fs, Einen Haaken. (en potence.) Man stellt nem-lch e »che Bataillons auf die Flanque, dergestalt, daß sie' denen von der Linie der Armee einen ausbringenden undgemeiniglich rechts Winkel machen. Doch muß man sichden^ kann ^ dieser Haaken nicht etwan enfiiiret wer-
^ ^ ^vttheilhafteste Situation vor der Fronte
es Lagers >st diese : Wenn sich der Feind, bey seiner Än-derung zum Angriffe, durch nichts vor dem Feuer meines
Ge-