8c> !. Theil. VII. Hauptstück.
Geschützes decken, ich ihn allenthalben sehen, und das Ter-rain, Fuß vor Fuß, streitig machen kann. Daß dieses am be-sten geschehen könne, wenn man auf flachen Anhöhen stehet,zumal, die wie ein Amphitheater aufwärts laufen, ist schoneben gesagt worden.
§. 148- Hat man vor der Fronte einen Fluß, dessenUfer von den Batterien des Lagers bestrichen werden kann,so ist dieses der beste Schuß; denn gesetzt auch, ein entschlos-sener Feind sehte durch selbigen, so kann es doch ohne gro-ßen Verlust nicht geschehen, und der Feind hat immer nochnicht viel gewonnen, sondern muß nun erst, mit bereits ab-gematteten Völkern, die eigentliche Stellung angreifen.
§. 149. Eine der stärksten Stellungen ist, wenn maneine Schlucht (lr-vin) vor der Fronte hat, durch welcheder Feind, um uns anzugreifen, dringen muß. Eine solcheStellung hatte der Kayserliche General Brentano bey Adels-bach ^en 6ten des HeuinonakS 1762, als er von einemKönigl. Preuß. Corps vergeblich angegriffen würde.
Ich will, da mich verschiedene darum ersucht, diesesGefechte so deutlich beschreiben, daß meine Leser, wenn siedie Schlesische Special-Karte des Schweidnitzer Crevßesvon Schubart dazu nehmen, sich einen deutlichen Begriff da-von machen können.
§. l ;o. Das Brentansche Corps stunde bey Adelsbach,um der Kayserl. Königl. Armee, welche untern Feld-Mar-schall Daun bey Freyburq und Kunzendorf gelagert war,die linke Flanke und Rücken zu decken. Dieses Corps be-stund aus 18 Escadrons, 7 Bataillons, und 2 Compag-uien Jäger.
§. Die ganze Fronte, welche dieses Corps be-setzt hatte, nemlich von dem Zeiskcnwald biS'LieberSdorf, be-trug ohngefehr 8002 Schritt. Das vor der Fronte be-findliche Dorf Adelsbach, durch welches das Zeisken-Wasstkfließt, liegt in einer tiefen Schlucht, aus welcher die Bergeals ein Amphitheater auf beyden Seiten empor steige".Der höchste Rücken, besonders diesseits gegen Salzbrunnen
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