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II. Theil. IV. Hauptstück.
schreibt, weil es sich sonst zutragen kann, daß von der Art/als man wegen des Bodens braucht, am allerwenigsten vor-handen ist.
§.224. Laßt man aber durch Soldaten arbeiten,wird das benöthigce Schanzzeug gemeiniglich aus der Feld-zeug s Niederlage (l'are ä' Artillerie) geliefert, zuweilenaber stehet man so weit davon, daß man keines daraus er-halten kann, sondern dessen Aufbringen selbst besorgen muß«Man muß also Commandos in die nächsten Dörfer schicken/welche das benölhigte zusammen schaffen, welches aber weit«laufcig und sehr schwer ist, weil der Bauer nur durch dengrößten Zwang dahkli gebracht werden kann, seine Schau«sel oder Hacke wegzugeben, da er besorgen muß, sie garnicht, oder doch verderbt wieder zu bekommen, dahero mansicher glauben kann, daß er das allerschlechteste abgebenwird, welches ihm auch nicht zu verdenken ist.
§. 225. Man muß aber allezeit etwas mehr Schanz-zeug verschreiben, als man benöthigt ist, weil nicht alleinviele Stücken nach und nach entzweygehen, sondern auchmancher Arbeiter, »lach Beschaffenheit des Bodens, Schau»feln und Hacken zugleich brauchen muß. Gemeiniglich rech-net man bey sandigtem Boden Z Schaufeln und ^ Hacke»/bey gutem und leimigken ß Schaufeln und j Hacken, beysteinigtem aber die Hälfte Schaufeln und die Hälfte Hacken.Man muß auch einige Radekarren mitbringen lassen, wel«che die Arbeit mehr fördern, als wenn die Erde blos mitSchaufeln immer weiter geworfen werden muß. Desglei-chen muß man auch mit aus Beile denken, welche ma»/wenn gleich weder Verhau noch Pallisaden zu machen sind/dennoch immer brauchen wird, sollte es auch nur zum Wut'zelabhauen beym Graben seyn, denn die sogenannten Zelt-beile sind zu klein, und auch gemeiniglich wegen ihres öfter«Gebrauchs zu stumpf.
V. Haupt-