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Unterricht für die Officiers, die sich zu Feld-Ingenieurs bilden, oder doch den Feldzügen mit Nutzen beywohnen wollen, durch Beyspiele aus dem letzten Kriege erläutert, und mit nöthigen Plans versehen / von Johann Gottlieb Tielke
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125
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V. Hauptstück.

Bo« den zum Schanzen nöthigenMaterialien.

§. 226. Von Faschinen.

wie man einen Ueberschlag macht, wie viel manArbeiter brauchen werde, eben so muß man ohnge«fähr berechnen, was man an Faschinen, Schanz-körben, Pfählen, Pallisaden, spanischen Reitern und übri-gen Materialien brauchen werde, um deren Verfertigungund Herbeyschaffung anzuordnen und zu besorgen.

Das erstere nemlich, wie viel man von jeder Art braucht,lst ganz leicht zu berechnen, z. E. bey den Faschinen:

Es sey die Seite, die ich faschiniren will, 40 Fußlang und 6 Fuß hoch; Wenn nun die Faschinen z. B. 6Fuß lang und i Fuß dicke wären, so würden, da sie nur'0 Zoll stark bleibt, weil sie sich um 2 Zoll zusammenschlägt, in eine Lage der Länge lang 7 Faschinen, und ^7solche Lagen über einander kommen muffen, welches 49 Fa-schinen betragen würde» Au denen Fußtritten kommen rFaschinen über einander. Auf eben diese Art kann man auchdie äußere Seite berechnen, wenn solche zu faschiniren nö-thig »st. Aus g Fuß Faschinen kommt i Pfahl, mithin zueiner iLschuhigten Wurst 6 Pfahle, zu einer irschu-higten 4, und zu einer 6schuhigten Faschine r Pfähle.Bey denen Pallisade und Sturmpfahlen darf ich nur dieBreite der Pallisaden nehmen, den Zwischenraum von ei-ner zur andern darzu addiren, und mit dieser gefundenenZahl in die Lange der Linie, welche pallisadiret werden soll,dividiren, so bekomme ich die Anzahl der benöthigten Pal-lisaden.