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Unterricht für die Officiers, die sich zu Feld-Ingenieurs bilden, oder doch den Feldzügen mit Nutzen beywohnen wollen, durch Beyspiele aus dem letzten Kriege erläutert, und mit nöthigen Plans versehen / von Johann Gottlieb Tielke
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133
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genug Weiden. Reißig hat, eine Schanze in einen Tag aus.stechten, welches mit Faschinirung nicht leicht möglich ist,wenn die Faschinen zumal erst gemacht werden müssen. Mankann sich sehr sündigten Boden dieser Art der Verklei«düng aii den innern Seiten der Brustwehre mit Nutzen be»dienen, weil das Verankern der Faschinen viel Mühe undZeit kostet, und in todten Sande dennoch nicht sonderlich hält.

Z. 248. Spanische Reiter, stl. IV. 6g. n. Barrieren^8-12. Pallisaden 6g. 8- Sturmpfähie 6g. 9. und lO. unddergleichen Holzarbeit ist den Zimmerleuten, die sie machenMüssen, schon bekannt, daß ich also eine weitläuftige Be-schreibung davon für übsrstüßig halte. Da es aber dochkommen könnte, daß man mit unwissenden Zimmerleuten^ thun hätte, will ich das nöthigste davon beybringen.

Die gewöhnlichen spanischen Reiter kl. IV. 6g.uud 12 Fuß lang, und wenn sie geseht sind, 4 Fuß hoch»^rr Balken, wodurch die Federn gesteckt werden, tst »Zoll dicke, und an einem Ende mit einem Ringe, am an-dern aber mit einem Carabiner - Haaken versehen, damitMan deren viele in einer Reihe zusammen hängen kann. DieFedern werden von dünnen Stangen harten Holzes Zollstark und 9 Fuß und 5 Zoll lang gemacht, und an beyden^nden mit eisernen Spitzen, welche man Schuhe nennet,deschlagen. Die Löcher in den Balken, wodurch diese Fe-dern gesteckt werden, stehen einen Fuß weit aus einander,jedoch so, doß die zweyte Reihe zwischen der ersten durchgehe.

Diese spanischen Reiter waren sonst bey den meistenArmeen »blich, sowie sie es noch bey den Russen.sind; be.sonders braucht man sie noch gegen die Türken, weil deren'echte Retterey j ^ Infanterie einbricht. Die Bal.

k- dazu werdenliuf dem Marsch gefahren, die Federn abervon den Soldaten -

Kehlen ?ENek sich auch der spanischen Reiter, diezen zu soere-n^ o Äschen und den Eingang der Schan-is ein, rx / . ^htern Gebrauch kann man auch an«we Ende em Rad machen, und das anders auf eine

Stüße

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