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Unterricht für die Officiers, die sich zu Feld-Ingenieurs bilden, oder doch den Feldzügen mit Nutzen beywohnen wollen, durch Beyspiele aus dem letzten Kriege erläutert, und mit nöthigen Plans versehen / von Johann Gottlieb Tielke
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396
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z96 M. Theil. XXV. Hauptstück.

Saft in Muscheln, und laßk^'hn an der Sonne ober auf demOfen eintrocknen. Spanisches Süßholz, oder Liquirizn"'fast, ist in allen jaden zu bekommen. Wenn man ihn ^wenig mit der Zunge naß macht, und aus die Hand öderemweiß Pappier streichet, und er sogleich eine helle braunebe von sich giebt, so ist er gut. .

§. 8 li. Caffee wird, wie gewöhnlich, gebrannt^ögemahlen. Man thut 2 Loth davon, und Z QuenrTarkari in einen neuen, wohl geglätteten Topf, schüttet e>"Nösel Brunnenwasser darauf, und lasset es eine zieml^Weile kochen, alSdenn lasset man es einige Zeit stehen, voßes sich gut sehe, giessek es in Muscheln, und lässet eS e>"'trocknen. Man kann es auch fiüßig in einem Glase, d"vor Staub bewahrt, aufheben. Dieses ist unter allen bca"'rien Farben die vorzüglichste, man kann sie zu Wegen,ckenen Gräben, und auch zum Vertiefen anderer Farbe"brauchen, und besonders die fliegenden Zettel sehr schönnatürlich damit tuschen.

§. 8' r. Grünspahn wird, wenn man ihn zumlen haben will, mit Milch abgerieben, welche ihm die Sck^fe benimmt, und das Schwarzwerden hindert, man nEaber darzu den distillirten nehmen. Zum Zeichnen und 3 ^luminiren verwandelt man ihn in grüne Dinte, welchegefertiget wird: Man nimmt 8 Loth orvinairen Grünspah"'4 Loth gestoßenen Cremortartari. Der Grünspahnzuvörderst in einem neuen wohl glasirten Tiegel, welcher rKannen Wasser hält, 24 Stunden lang in Wasser gewei^und zum öftern mit einem Holze umgerührt. Hernachsit man ihn auf einem Kohlfeuer kochen, rühret ihn Afleißig mit einem Holze um, damit er nicht anbrenne.

Gluth muß auch nicht zu stark seyn, weil er sonst überlä">!Wenn er in völligem Kochen ist, wird der Cremorkart^hinein geworfen, wiederum umgerührt, und vornabgenommen. Wenn sie sich gesetzt, wird sie abgegost^und in Gläsern, zum Gebrauch, aufgehoben; je öltet Iwird, je schöner wird sie.