Frankreich an die Armeen besser zu organisicen, undden Truppen regelmäßig ihre Lebensmittel abzurei-chen. Zugleich mit dieser Verbesserung gieng das Ver-pflegswefen aus den Händen der Militärs, in jeneder Civilbeamten über. Die Generäle erfreuten sichdavon entlediget zu seyn, und die Minister, sich da-durch die Ktiegsopcrationen sowohl, als die Generäleselbst, untergeordnet zu sehen. Louvois vermehrtehierauf ungemcin die Armeen und ihre Artillerie;folglich auch ihr Packwesen und ihre Bedürfnisse,legte Magazine fast auf allen Gränzen Frankreichs an, um Herr der Operationen zu seyn, und verur-sachte hierdurch beyden andern Mächten, cineverhält-nißmäßige Vermehrung ihrer Armeen, und eine ähn-liche Sorgfalt für ihren Unterhalt.
Bon nun an getraute man sich nicht mehr eineArmee von ihren Magazinen zu entfernen ; die Kriegs-operationen, hierdurch gehemmt, konnten nicht mehrweit umgreifend seyn; die Armeen, nicht genug be-schäftiget , wurden immer träger und weichlicher,und endlich die Kriege gleich verderblich für den Sie-ger und Besiegten.
Friedrich der Große suchte zwar die Kriegskunstaus diesen Fesseln zu befreycn, als er Sachsen er-oberte, und diesem Lande die Erhaltung seiner Armeeauftrug; allein erst Buonaparte zerbrach sie gänzlich,und wäre dadurch bald Herr von Europa geworden.
Seit dieser merkwürdigen Epoche trachten dieFeldherrn wieder den großen Grundsatz Cato's zu he-