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Die Befestigung der Staaten nach den Grundsätzen der Strategie / von Georg Freyherrn von Hauser
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17
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H. 28. Um die Menge der festlichen Nahrungs-mittel , welche in einem Lande verzehret werden, zubestimmen, ist zu bemerken: daß jedes Volk beyläu-fig zur Hälfte aus Mannst und zur Hälfte aus Weibs-Personen besteher, welche letzteren weniger als die er-ster» verzehren.

Ferners verzehrt jeder Mensch in seiner rüstigenLebenszeit viel mehr als in seiner Kindheit, oder inseinem Alter.

Weil aber das rüstige Alter eincS Menschen ge-wöhnlich mehr alS die Hälfte seiner Lebenszeit becrägt jso kann man wenigstens annehmen, daß das. was dieMannspersonen in ihrer Kindheit und in ihrem Al-ter zu wenig genießen, von den Weibspersonen ver-zehrt werte, und daß folglich ein Volk so viel alShalb so viele rüstige Männer verzehret *).

Weiset man also dem Soldaten eine eben so gro-ße Porzion der festlichen Lebensrnittel der Bewoh-ner eines Landes an, als ein kraftvoller Mann die-ser letzteren gewöhnlich an einem Sonn - oder Feycr-tage verzehrt; so muß man annehmen : daß im Durch-schnitte zwey Bewohner so viel als ein Soldat, an ei-nem solchen Tage davon genießen-

Diesemnach würden in Belgien die festlichen Le-bensmittel der Bewohner für i, 5 »o,oo« Soldatenauf alle Sonn. und Fcycrtage zureichen, und da ineinem katholischen Lande beyläufig der sechste Theil deS

') Diese Voraussetzung kann, unbeschadet der Theorie des Ganzen,Sie nöthige Berichtigung erleiden.

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