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darauf verwendet werden können, welches sich nurnach den Localumständen beurtheilen läßt.
H. 62. Es ist leicht einzusehen, daß eine Armeedesto mehr Transportsmittel zu ihrem Unterhaltebedarf, je mehr sie conzcntriret ist, und gar keine,wenn jeder Soldat seine Lebensmittcl unmittelbarvon dem Landesbewohner erhalt, der sie zu liefernhat; daher die Armee, so yft es die Umstände erlau-ben, inCantonnirungsquartiere zu verlegen ist.
Verpflegung einerArmee in dringendenFällen.
H. 63 . Könnte eine Armee vor dem Einrückenin ein Land ihre Bedürfnisse auf ihren Lagcr-Plätzenanhäufen lassen, so könnte das ganze Land zu ihremUnterhalte gleichmäßig beytragen; allein da diesesnicht thunlich ist, so kann sie ohne Nachfuhr, wenig-stens bey dem Einmärsche, nur von den in ihremUmkreise liegenden Bewohnern leben, und wird da-her ihren Untcrhalr um so leichter finden, als kieseBewohner gedrängter sind.
Könnten z. B. in Belgien , das 3 ,000,000 Ein-wohner zählt, 200,000 Mann für 8 Monate, oder340 Tage, Lebensmittel finden; so würde diese Ar->nee bey dem Kosten Theile jener Bewohner, das istbeyläufig bey 12,000, dieselben für einen Tag an-treffen.
Lebten nun, wie in Sibirien , 10 Menschen aufeiner Quadratmeile; so müßte die Armee, um ihreLebensmittcl für einen Tag zu erhalten, 1200 Qua-