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truppen des schwäbischen und fränkischen Kreises, undbildeten ein Corps von 6000 Mann unter dem Mark-grafen vor! Baireuth; um sich den Unternehmungender Franzosen zu widersetzen, welche sie mittelst derBrücke zu Alt-Brcisach ausführen konnten.
Montecuculi wußte.- daß ihm die Straßburger gerne den Übergang des Rheins gestatten würden,wenn sie nicht die Franzosen fürchteten.
Cc marschirte daher nach Wilstädt an der Kinzig (zwischen Offenburg und dem Fort Kehl) und schick-te einige Regimenter bis gegen Kehl vor; um durchdie Nähe seiner Truppen den Straßburgern ihre Furchtzu benehmen. Allein Turenne wußte eben so gut alsMonteruculi, was die Straßburger abhielt, diesem denÜbergang des Rheins zu gestatten, versammelte seineTruppen, welche aus 10,000 Mann Cavallerie und12,000 Mann Infanterie bestanden, bey Schlett-stadt, rückte mit der Cavallerie gegen Straßburg vor,und bewirkte hierdurch, daß die Straßburger sowohlden Kaiserlichen als Franzosen erlaubten, sich in ihrerStadt aufzuhalten, aber ihre Brücke abzubrechen ver-sprachen, wenn sie jene mit Gewalt passiren wollten.
Montecuculi zweifelte dem ungeachtet nicht,daß er seine Absicht erreichen würde, wenn es ihmgelänge, die Franzosen aus der Gegend von Straß burg zu entfernen.
Diesem zu Folge suchte er ihnen glauben zu ma-chen, daß er Philippsburg belagern wolle, marschirtevon Wilstädt gegen diesen Platz, und trug dem Ge-
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