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Militairisches Taschenbuch zum Gebrauch im Felde / aufgesetzt von G. Scharnhorst
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361
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Geschütz' in Festungen.

schlösse sind bey jeder Batterie unentbehrlich. Mit denMonieren und Haubitzen thut man ebenfalls ungefähr5o bis 7o Würfe. Dcch hängt diese Anzahl von den^sondern Umständen grbßtentheils ab.

H. 226. Bedienung der Canonen.

Soll die Canone geladen werden: so wird sie gewischt»Nd dann wird die Patrone oder das Pulver mit einerLadcschaufel hineingebracht, daraufein Vorschlag gesetzt,dann die Kugel und darauf wieder ein Vorschlag ; denieztcn kann man allenfalls entbehren, wenn die Canon-Nicht auf einen niedrigern Ort gerichtet ist, als der,auf dem sie stehet *).

dagegen aber einen langen Trichter, um die Ladungin den Morticr zu bringen, ferner bedient man sichbey ihm gern der Drätstopincn, weil.andere imHerausfahren leicht beschädigen.

Ladet man mit Patronen, so muß man, wenn es mög-lich, lederne Taschen haben, in denen die Patronensind. Ladet man mit losem Pulver: so wird es in einemlederne» Beutel geholt, in die Ladeschaufel gegeben, mitihr hereingebracht und durch Umdrehen derselben ausge-schüttet. Darauf wird es mit einem Setzer zusammen-geschoben, nun wird der Borschlag berliiitergcschobcn,und von 2 Mann feste gestoßen. Beym Wischen ist eLim Zurüchziehn gut, das Zündloch zu schliessen, damitim luftleeren Raume alles Feuer gclöschct wird. Sowie das Pulver an den Boden kommt, legt man einenSandsack oder eine Eapelle wegen des Feuers von an-dern Canonen auf. Ladet man mit losem Pulver: s»ist es, wie erwähnt, gefährlich, wenn eine Neben-Ca-none während dem Laden abgefeuert wird. Lade» aberalle zugleich: so hat der Feind eine Weile kein Feuer,und das ist ihm ein Vortheil; errichtet nun seine Ca-«onen ohne Uebereilung ro.