Band 
Erster Theil.
Seite
145
JPEG-Download
 

>45

dadurch die Fähigkeit bekommen, den in der atmosphäri-! scheu Luft befindlichen Sauerstoff zu verschlucken und sichI Nur ihm zu verbinden. Iemehr sich nun der Sauerstoff! Wir dem Eisen vereinigt, um so schwerer wird es im Ge-wicht, um so mehr verliert es seine metallischen Eigen-schaften , und um so eher geht es in einem lockern pulve-rten Zustand über. Auf diese Weise entstehen nach Ver-hältniß des im Eisen enthaltenen Sauerstoffes (welcherselbst ^ des Gewichts überschreiten kann, und von Bre-jelius zu 44,25 im vollkommensten Eisenoxide gefundenWard) schwarze, gelbe und rothe Eisenoxide; obschondiese Farben auch zuweilen durch andere metallische Ver-bindungen entstehen können.

§. 16z.

Einwirkungen deS Sauer- und KohlenßoffeS ittdie Produktion des Eisens.

Das Eisen wird aus seinen Erzen, worin es mitWancherley Erden, mit Phosphorsäure, Schwefel oderArsenik und mit Sauerstoff verbunden ist, durch dieSchmelzung geschieden. Eigentlich sollte nun zwar daskeine Eisen mit keiner fremdartigen Materie mehr ver-wischt seyn; allein man ist nie im Stande, es ganz voll-kommen vom Sauerstoff und Kohlenstoff zu beftcyen.Äeinehr es nun noch Sauerstoff enthalt, um so schmelz-barer ist es, und je weniger es Sauerstoff enthalt, umso feuerbeständiger ist es. Iemehr ferner das Eisen nochKohlenstoff enthält, um so spröder ist es, und je wenigerks Kohlenstoff enthält, um so geschmeidiger ist das Effcn.^ entstehen daher aus der verhältnißmäßigen Menge desw dem Eisen enthaltenen Sauerstoffs und Kohlenstoffs,b'o verschiedenen Abstufungen dieses Metalls, in Roh-eisen, geschmeidig Eisen und Stahl.