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§. 164 .
Die 5) oh «Lesen.
Um das Eisen von allen crdigten Theilen zu befreyen,muß es geschmolzen werden, wozu es, wenn es nöthigist, vorher erst gepocht, gewaschen und geröstet wird.Das Schmelzen geschieht in ,g bis oo Fuß hohen Oefen,die ihrer großen Höhe wegen Hoh-Oefen heißen, undin welchen das Erz Schichtenweise, abwechselnd mit ei-ner hierzu schicklichen Menge Holzkohle zum Schmelzeneingeschüttet wird.
Diese Hoh-Oefen, deren Maße in allen Landernsehr verschieden sind, müssen sehr dauerhaft gebaut, mitdicken Mauern versehen oder äußerlich von starken eiser-nen Schienen zusammengehalten', in ihren innern Seiten-flächen aber mit feuerbeständigen Steinen oder noch bessermit dergleichen Backsteinen ausgesetzt seyn. Die innereGestalt oder der Kernschacht dieser Oefen bildet gewöhn-lich zwey in ihrer Grundfläche zusammenstoßende abge-kürzte Kegel oder auch eine Clipsoide, und wird von demsie umgebenden Gemäuer, oder dem Rauhschacht,eingeschlossen. Der untere abgekürzte Kegel oder der un-tere Theil der Elipsoide endigt in dem meist prismatischgebauten Tümpel, in den das geschmolzene Metall zu-sammenfließt. Der obere abgekürzte Kegel oder der obereTheil der Elipsoide des Kernschachtes, verengt sich biszur Gicht oder dem Schür, d. i. dem Loche, durchwelches das Erz und die Kohlen in den Ofen geworfenwerden. Auf dem sich über dem Tümpel erweiterndenRaume (dem Rast) ruht gleichsam die zum Schmel-zen eingeschüttete Masse, so daß die Erzschüttungcn nichtzu schnell in den Tümpel herabstnkcn können.
Das Feuer in den Hoh-Oefen wird durch Gebläseverschiedener Art unterhalten, welche mittelst eines