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eben kann, hat sich ungeachtet Seinei* grofsenEntfernung vom Mutterlande, in einem Zeit-räume von ao Jahren, aus Nichts zu einer blü-henden Colonie emporgeschwungen. Das Climavon Kamtschatka ist zwar nicht mit dem vonNeu-Südwallis zu vergleichen, allein es giebtmehrere Provinzen im Europäischen Rufsland,die in dieser Rücksicht nichts vor Kamtschatka voraus haben, und dennoch bewohnt und culti-virt sind. Auch sind es nur die Gegenden umSt. Peter und Paul herum, wo das Clima beson-ders ungünstig ist, indem die Nähe des Meeresfeuchten Nebel und feinen Regen hier häufigveranlassen soll ; mul es ist sehr wahrscheinlich,dafs Korn hier nicht fortkommt, wie man es be-hauptet, obgleich man nie versucht har, welchesanzubauen. Diejenigen hingegen, die sich meh-rere Jahre im Innern des Landes aufgehalten ha-ben, sind einstimmig der Meinung, dafs dasClima vom nördlichen, besonders aber vom mitt-leru Kamtschatka sehr viel vor dem südlichenvoraus habe, vorzüglich in der Nähe von Werch-noy, und an den Ufern des Kamtschatka Flusses,wo durchgängig ein sehr fruchtbares Erdreichgefunden worden ist. Der lange Winter ist keinHindernifs der Cullur. Er herrscht ja auch inden nördlichen Provinzen Rufslands und in Sibe-rien, wo die Vegetation so äufserst schnell ist,dafs, ungeachtet des kurzen Sommers, verschie-denes Getreide zur Reife kömmt. Auch ernd-tet man in dem miniem Kamtschatka mehrere