seyn, als der andere; da aber hier für Geld nichts7.u haben ist, so hat dies eine ziemliche Gleich-heit in den Ständen, wenigstens in ihrem Wohl-leben, zur Folge* Doch schadet dies der militä-rischen Disclplin nicht. Am wenigsten fühlt denMangel, der in Kamtschatka herrscht, der Soldat:nicht nur , weil der Russische Soldat von Jugendauf gewohnt ist, die Annehmlichkeiten des Le-bens zu entbehren, und er nur dann sein Schick-sal hart findet, wenn er nicht mit der Schonung,die selbst der Ofücier dem Soldaten schuldig ist,behandelt wird, oder Ungerechtigkeiten im Diensterduldet; sondern, weil auch die dortigen Solda-ten Gelegenheit sich zu bereichern haben, dieden Officieren fehlt, und es jetzt sogar Soldatengiebt, welche ziemlich wohlhabend sind, und ei-nige Hiiuser besitzen. Man hat ihnen nämlicherlaubt, des Winters, wenn sie im Dienste nichtgebraucht werden, auf den Zobelfang zu gehen,und nicht selten erwirbt sich ein Soldat in einemWinter 3oo bis 5oo Rubel. Da aber die meistenunverheirathet sind, und für ihr Geld nichts alsBrantwein kaufen können , so ist das .Erworbeneeben so schnell wieder verschwendet. Ls leidetkeinen Zweifel, dafs wenigstens die Verheirathe-ten ihr Geld besser anwenden würden, wenn siedazu Gelegenheit hätten. In der Kleidung derEinwohner von St. Peter und Paul, besonders derFrauenzimmer, war bald nach der Ankunft derNadeshda eine grofse Veränderung sehr merk-lich. Wie leicht wäre es nicht, Kamtschatka mit
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