Band 
Zweiter Theil, Zweite Abtheilung.
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dafür einkaufen konnte ; denn Meid ist in Kam­ tschatka keine Waare, -welche der Kaufmann zumVerkauf einführt, weil es oft durch den Trans-port leidet, und die Kosten alsdann verloren ge-hen, da hingegen Brantwein immer einen reinen,schnellen und sehr sichern Profit abwirfr. Esbat also das Mehl dort keinen eigentlichen Preis,doch schätzte man das Pud etwa zu io Rubel.TJm es für diesen Preis zu kaufen, reicht aber dasGeld des Soldaten nicht immer hin, und es würdeweit besser für ihn seyn, wenn er seine volle Tta-lion Mehl in natura bekäme. Hievon glaube ichwürde auch in Kamtschatka nichts übrig bleiben,nicht nur, weil dem Soldaten sein gewohnterSclitschy und Fleisch fehlen, sondern auch, weildas Mehl durch den langen Transport in ledernenSchläuchen sehr leidet, und folglich nie die ganzeLieferung verbacken werden kann. Eben so istes-auch mit der Grütze. An Fischen fehlt es ihmzwar nicht, und wahrend des Sommers gewährendiese eine gesunde und schmackhafte Nahrung,im Winter aber mufs er sie in einem gedorrtenZustande (in welchem sie in Kamtschatka denJNaineu Jukulu iuhrenJ ohne die- geringste &n-that essen. Ohne Abwechslung mit andern Spei-sen mufs eine solche Nahrung der Gesundheitdes Soldaten schädlich werden.

An Salz ist der Mangel noch gröfser als anMehl; man sah in der That bei unserer Ankunfteinige Tfund Salz als ein bedeutendes Geschenkan, uud so grofs auch der Hang zu Bramweift ü.